Sonntag, 15. März 2026: Vom Gysenbergpark in Herne zum Tippelsberg
Diese Wanderung zeigt, dass die Nachbarschaft der großen Revierstädte nicht zwangsläufig mit Industriebrachen, alten Werksgeländen und dichter Wohnbebauung gleichzusetzen ist. Diese Tour führt uns auf Feld- und Wirtschaftswegen, aber auch auf naturbelassenen Pfaden durch offenes Feld, Wiesen und kleine Wäldchen, ohne die nahegelegenen Stadtgebiete zu berühren. Die wenigen Anstiege sind moderat und gut zu bewältigen.
Unsere Wanderung beginnt mit der Durchquerung des Gysenberger Waldes. Anschließend passieren wir den Hiltroper Park. Es folgt ein längeres Wegstück durch Wald und freies Feld, bis wir die Bergener Straße erreichen und überqueren.
Hier befinden sich 1943 / 1944 errichteten und heute immer noch bewohnten Gebäude des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Bergener Straße. Vornehmlich aus Rußland und Polen hierhin verschleppte zivile Zwangsarbeiter wurden unter härtesten Bedingungen zur Arbeit im Bergbau auf der Krupp’schen Zeche Constantin der Große gezwungen. Seit 2003 steht die Siedlung unter Denkmalschutz.
Durch ein weiteres Waldstück folgen wir dem Verlauf des Berger Mühlenbachs. Der Weg führt unter der A 43 hindurch und es beginnt der Anstieg auf den 150 m hohen Tippelsberg. Bei dieser Landmarke handelt es sich um eine von 1983 bis 2002 genutzte Boden- und Bauschuttdeponie. Hier wurde der Bodenaushub aus dem Bochumer U-Bahnbau abgelagert. Es bieten sich beeindruckende Panoramablicke auf das Umland, bei gutem Wetter bis zum Bottroper Tetraeder.
Nach dem Abstieg geht es vorbei an den Sternberg-Teichen und der Tippelsberger Mühle. Im weiteren Verlauf unseres Weges kommen wir über das ehemalige Gelände der Zeche Constatin 4 / 5, heute ein Grüngebiet zwischen Herne und Bochum. Ein letztes Stück auf einem Rad- und Wanderweg und wir haben unseren Ausgangspunkt, den Gysenbergpark, wieder erreicht.
Die Wanderung lassen wir mit einer gemeinsamen Einkehr ausklingen.
Wegstrecke ca. 14 km, 190 Höhenmeter

