Freitag, 12. Juni bis Sonntag, 14. Juni 2026: Ein Wochenende in Gera (Otto-Dix-Stadt)
Unsere diesjährige Städtetour führt uns nach Gera, der drittgrößten Stadt in Thüringen, die im Norden des Vogtlandes an der Weißen Elster gelegen ist. Der rasante Rückgang der Einwohnerzahl nach der Wende war eine große Herausforderung. Heute führt Gera offiziell den Titel „Hochschulstadt“. Wir spazieren durch den historischen Stadtkern mit Rathaus, Stadtapotheke, Salvatorkirche und Jugendstil-Theater und besuchen in der Kunstsammlung Gera / Orangerie die neue Dauerausstellung “Otto Dix – Trau Deinen Augen“. Der Maler Otto Dix (1891 – 1969) wurde in Gera-Untermhaus geboren. Sein Geburtshaus allerdings können wir nur von außen betrachten.
Gera ist in vergangener Zeit durch die Textilindustrie zu Reichtum gekommen. Davon zeugen noch viele Villen im Stadtgebiet. Eine davon, die Villa Schulenburg, werden wir besuchen. Sie wurde nach Plänen von Henry van de Velde errichtet und gilt als ein Gesamtkunstwerk von Weltrang.
Am Samstag wandern wir nach Ronneburg. Hier, wie auch im Erzgebirge, wurde während der DDR-Zeit Uran abgebaut, der einen großen Teil des gesamten Atombedarfs der ehemaligen Sowjetunion deckte. Heute sind die Halden abgetragen und im Zuge der Renaturierung ist ein neuer Landschaftspark entstanden. Im Informationszentrum „Wismut „Objekt90“ – Ausstellung zur Geschichte der Wismut“ können wir uns ein Bild über den Uranerzabbau und seine Folgen machen.

