Mittelhessen

Leitungsteam

Sonja und Jürgen Hartmann

Sonja und Jürgen Hartmann

Jürgen und Sonja Hartmann

 

 

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oder mittelhessen [ at ] 49ontop.de

 

 

Hallo, liebe 49ontop’ler und Freunde in Mittelhessen,

hier findet Ihr das Wanderprogramm für die nächsten Monate. Wir haben für Euch wieder einige der schönsten Wanderungen in Mittelhessen zusammengestellt. Es wird Euch sicher gefallen.

Für alle Touren gilt:   ÄNDERUNGEN vorbehalten! Bitte festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung und Rucksackverpflegung! Anmeldeschluss Sonntag vor dem Wanderwochenende. Mindestteilnehmerzahl, wenn nicht anders angegeben, 5 Personen.

Unsere Veranstaltungen:

    Sonntag, 29. März 2020: Erzweg Mitte, Mücke

    Fast hundert Jahre lang war die Landschaft im vorderen Vogelsberg, rund um Freienseen, Weickartshain, Lardenbach, Stockhausen, Ilsdorf, Merlau, Flensungen, Nieder-Ohmen, Atzenhain bis hin nach Burg-Gemünden, geprägt durch große Eisenerztagebaue. Kilometerlange Seilbahnen und Schlammleitungen durchzogen die Landschaft, große Erzaufbereitungsanlagen und Verladestationen an den Bahnhöfen verdeutlichten die Bedeutung dieses Industriebereichs für unsere Region. Bis in die späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war, neben Land- und Forstwirtschaft, der Bergbau eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Bevölkerung.

    Heute erinnern nur noch wenige Relikte, wie z.B. die eindrucksvolle Weickartshainer Eisenkaute, die Reste der Aufbereitungsanlage zwischen Merlau und Nieder-Ohmen (heute der Kunst-Turm-Mücke) und meist bewaldete Schlammteiche, an diese Zeit und sie läuft Gefahr in Vergessenheit zu geraten.

    Aus diesem Grund hat sich 2009 eine Gruppe regionalgeschichtlich interessierter Bürger dazu entschlossen, diese geschichtlich bedeutsame Epoche zu dokumentieren und in Form von Wanderwegen erfahrbar zu machen. Auf Informationstafeln werden die Ausdehnung und Lage der Bergwerke, die Abbau- und Aufbereitungstechniken, die Arbeitssituation und die gesellschaftlichen Bedingungen dieser Zeit beschrieben und somit für die Wanderer wieder nachvollziehbar. Am Ende der Wanderung gibt es eine Einkehr.

    Wegstrecke: ca.18 km, ca. 4,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 100 m Anstieg, 100 m Abstieg

    Kosten: keine

    Samstag, 28. März 2020: Kurz und Gut: Erzweg Mitte, Mücke

    Fast hundert Jahre lang war die Landschaft im vorderen Vogelsberg, rund um Freienseen, Weickartshain, Lardenbach, Stockhausen, Ilsdorf, Merlau, Flensungen, Nieder-Ohmen, Atzenhain bis hin nach Burg-Gemünden, geprägt durch große Eisenerztagebaue. Kilometerlange Seilbahnen und Schlammleitungen durchzogen die Landschaft, große Erzaufbereitungsanlagen und Verladestationen an den Bahnhöfen verdeutlichten die Bedeutung dieses Industriebereichs für unsere Region. Bis in die späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war, neben Land- und Forstwirtschaft, der Bergbau eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Bevölkerung. Heute erinnern nur noch wenige Relikte, wie z.B. die eindrucksvolle Weickartshainer Eisenkaute, die Reste der Aufbereitungsanlage zwischen Merlau und Nieder-Ohmen (heute der Kunst-Turm-Mücke) und meist bewaldete Schlammteiche, an diese Zeit und sie läuft Gefahr in Vergessenheit zu geraten.

    Aus diesem Grund hat sich 2009 eine Gruppe regionalgeschichtlich interessierter Bürger dazu entschlossen, diese geschichtlich bedeutsame Epoche zu dokumentieren und in Form von Wanderwegen erfahrbar zu machen. Auf Informationstafeln werden die Ausdehnung und Lage der Bergwerke, die Abbau- und Aufbereitungstechniken, die Arbeitssituation und die gesellschaftlichen Bedingungen dieser Zeit beschrieben und somit für die Wanderer wieder nachvollziehbar. Am Ende der Wanderung gibt es eine Einkehr.

    Wegstrecke: ca. 10 km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 70 m Anstieg, 70 m Abstieg

    Kosten: keine

    Sonntag, 23. Februar 2020: Panoramaweg Cleeberg

    Von Waldkämmen dicht umschlossen liegt das verträumte Cleeberg im engen Grund des Kleebachs. Nur der alte Ortsteil »klebt« hoch am Hang, im Schutze einer mittelalterlichen Burg. Angelegt wurde sie auf römischen Fundamenten um 1150. Mit dem Aussterben des letzten Cleeberger Grafen 1219 blieb Cleeberg über Jahrhunderte ein Zankapfel unter den verschiedenen Gauerben, bis die 1547 schlossähnlich umgebaute Anlage Anfang des 19. Jh. an Nassau kam. Erhalten sind der gedrungene Bergfried sowie der markante Wohnbau, dessen abgerundete Flanke schiffsbugartig gegen die Talseite vorspringt. Das Innere der Burganlage ist für Besucher nicht zugänglich. Dafür gibt es neben dem gotischen Kirchlein aus dem 14. Jh. eine Reihe hübscher Fachwerkhäuser zu bewundern, darunter das Rathaus von 1574. Außerdem animiert die Abgeschiedenheit Cleebergs zu einer beglückenden Rundwanderung, die im Wechselspiel der Eindrücke über freie Höhen, durch stille Laubwälder und in lauschigen Talwinkeln verläuft. Am Ende der Wanderung gibt es eine Einkehr.

    Wegstrecke: ca. 16 km, ca. 4 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 350 m Anstieg, 350 m Abstieg

    Kosten: Keine

    Sonntag, 26. Januar 2020: Gisonenpfad bei Treisbach

    Auf den Spuren der Gisonen führt der Pfad durch das idyllische Hollendetal vorbei an einer Orchideenwiese und hin zu den Überresten der gleichnamigen Siedlung und Burg Hollende.

    Vorzeitliche Siedlungsspuren am Wegesrand deuten an, was sich am höchsten Punkt des Weges mitten im urigen Buchenwald bestätigt: Hier haben die Gisonen ihre Burganlage errichtet, die bis 1248 bewohnt wurde. Die Namenspaten dieses Weges, die Grafen von Giso, waren eines der mächtigsten Grafengeschlechter des 11. und frühen 12. Jahrhunderts und als Besitzer der Burg Hollende bekannt. Nach dem Tod von Graf Giso IV. 1122 fällt die Burg an das Erzstift Mainz, bis sie schließlich 1248 von der Tochter der Heiligen Elisabeth, Sophie von Brabant, zerstört wird. Über Wiesen und Felder verlaufend verbindet der Gisonenpfad hessische Vergangenheit mit heutiger Dorfkultur – ein Besuch des Wetteraner Ortsteil Amönau lohnt sich! Das Dorf der Brücken beeindruckt mit liebevoll sanierten Fachwerkhäusern am Ufer der Treisbach. Ganz in diesem Sinne sollte man auch einen Abstecher zur Schönen-Aussicht- Hütte nicht verpassen: Eine Rastmöglichkeit mit Blick auf das Lützlergebirge mit der Sackpfeife (674 m) und dem Arennest (592 m). Am Ende der Wanderung gibt es eine Einkehr.

    Wegstrecke: ca. 17 km, ca. 200 m Anstieg und ca. 200 m Abstieg,  ca. 4 Stunden reine Gehzeit, plus Pausen

    Sonntag, 15. Dezember 2019: Jahresabschluss in Münzenberg: Von Rosen in der Hölle und bösen Buben im Kloster

    Wir starten unsere Tour an der Burg Münzenberg, dem Wetterauer Tintenfass. Über Rockenberg und vorbei am Münzenberger Galgen, geht es zurück zur Burg Münzenberg. Der launige Titel dieses Ausflugs verweist auf die Insassen der Justizvollzugsanstalt Rockenberg (Jugendstrafvollzug), die im Marienschloss, einem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster, untergebracht ist. Die Rockenberger Hölle dagegen ist seit 1994 ein Naturschutzgebiet auf einer ehemaligen Sandabbaufläche. Die benachbarten Klosterwiesen sind bereits seit 1983 Naturschutzgebiet.Wenn man die Landstraße überquert hat, kommt man an eine mit großen Steinen begrenzte Streuobstwiese, es geht um die Ecke, der Eingang zum Münzenberger Galgen ist eine kleine Treppe, die man leicht übersieht. Weiter zu dem Wetterauer Tintenfass, und dann Einkehr in Münzenberg.

    Wegstrecke: ca.10 km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 100 m Anstieg, 100 m Abstieg

    Sonntag, 24. November 2019: Die Sierra Nevada im Vogelsberg: Stausee, Mammutbäume und Vulkaneum Schotten

    Wir beginnen in Schotten mit einer fast vollständigen Umrundung des Niddastausees. Nach einem Abstecher zu den,  in der Sierra Nevada beheimateten Mammutbäumen im Läunsbacher-Forst erreichen wir wieder die Stadt Schotten.  Ausklingen lassen wir die Wanderung in einem Wirtshaus. Nach der Einkehr möchten wir euch noch einen Besuch im Vulkaneum vorschlagen.
    Wir laden Euch ein auf eine Reise durch die Erdgeschichte, in eine Zeit, in der die Vulkane des Vogelsbergs noch aktiv waren. Das Vulkaneum in Schotten bietet eine interaktive Ausstellung, die das Thema Vulkanismus anschaulich erklärt. Auf mehreren Etagen erfahren Sie, wie die Vulkane den Vogelsberg formten, wie sie ihn noch heute beeinflussen und welche Rolle dabei das Klima, die Kräfte der Natur und der Mensch spielen. Über die Wissenschaft hinaus zeigen wir auch die Mythen und Sagen, die durch die Vulkane entstanden sind

    Wegstrecke: ca. 12,6 km, ca. 3 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 150 m Anstieg, 150 m Abstieg

    Kosten: Eintritt Vulkaneum 6,00 €, Führung +45,00 €

    Samstag, 23. November: ‘Drei Teiche’ Runde von Hungen

    Ein sehr beliebtes Ziel für Sonntagsspaziergänger und Wanderer ist das Gebiet um die „Drei Teiche“ im Norden von Hungen, im Waldgebiet „Hubbach“. Ursprünglich waren es sechs Teiche, doch nur die drei größten Teiche, Stachelsee, Gleichenweiher und Hubbachweiher, sind Namensgeber für das Gebiet im Stadtwald. Ihre kleineren Brüder liegen angrenzend und wurden im Auftrag der Stadt Hungen in eine Renaturierungsmaßnahme des Hubbachs miteinbezogen und zu temporären Flachwasserteichen umgestaltet. Die Maßnahmen erstrecken sich über eine Länge von 1,95 Kilometern auf durch den Wald verlaufende Gewässerabschnitte über Grünland in der Aue bis zum Bahnradweg. Erzielt wurde eine ökologische Aufwertung des Fließgewässers und seiner Aue als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.
    Die Drei Teiche sind sogenannte „Himmelsteiche“, das heißt, sie haben keinen nennenswerten Zufluss und werden im Wesentlichen von Niederschlag gespeist. Ehemals dienten sie dem gräflichen Haus als Fischzucht (vornehmlich Karpfenzucht) und wurden bereits im 17. Jahrhundert erwähnt. Seit dem 19. Jahrhundert kümmerten sich verschiedene Pächter um die Teiche – heute ist dies der Hungener Angelverein.
    Neben dem Reichtum an Ufer- und Wasserpflanzen finden hier auch viele Wasservögel ideale Bedingungen, wie Wildenten, Blesshühner oder Graureiher.
    Über den Hauptweg süd-östlich der Teiche, der gern auch von Walkern und Joggern genutzt wird, führt der Lutherweg 1521, der die Wegstrecke nachempfindet, die Martin Luther auf seinem Weg zum Reichstag in Worms gegangen ist. Im Stadtteil Nonnenroth (3 km nördlich) bietet eine Schäferwagenherberge dem Pilger eine originelle und naturnahe Übernachtungsmöglichkeit

    Wegstrecke: ca. 10 km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 70 m Anstieg, 70 m Abstieg

    Sonntag, 27. Oktober 2019: Rundweg Lahnaue, Römerforum und zurück

    Wir starten entlang der in den 70iger Jahren durch Auskiesung  entstandenen Seen nördlich von Dutenhofen, laufen durch die unter Naturschutz stehende Lahnaue Richtung Atzbach.

    Die Lahnaue ist für viele Vögel ein wichtiges Brut- und Rastgebiet. Zahlreiche Wintergäste beweiden die ausgedehnten Wiesenflächen. Saatgans und Graugans überwintern hier. Nilgänse sind mittlerweile Dauergäste. Von besonderer Bedeutung ist das Gebiet für Zugvögel wie beispielsweise Kraniche, die alljährlich auf ihrem Flug in die Sommer- und Winterquartiere hier Rast machen und für den Weiterflug Kraft tanken. Von Dutenhofen in die Lahnaue kommend hat man die Möglichkeit von einer Beobachtungshütte aus Vögel zu beobachten, z.B. Haubentaucher, Blesshühner und Kormorane und mit viel Glück auch Kiebitze. Die Atzbacher Störche zeigen gute Bruterfolge ebenso die Störche bei Dutenhofen.
    Weiter geht es entlang der Lahn Richtung Waldgirmes. Bereits die Römer nutzen die Lahn als Wasserstraße. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert begann der Ausbau der Lahn zur Wasserstraße, mit den Schleusen und der Vertiefung sowie die Versuche die Lahn zu begradigen.
    Am Rand von Waldgirmes befand sich ein römisches Forum. Bei Ausgrabungen im Jahr 2009 wurde der größte und wohl auch archäologisch einmalige Fund des Pferdekopfes eines lebensgroßen Reiterstandbildes aus vergoldeter Bronze in einem elf Meter tiefen Brunnen gemacht.
    Von dort geht es zur Haustädter Mühle, weiter am Schwalbenbach entlang zur Waldmühle und zurück nach Dutenhofen.

    Wegstrecke: ca. 19 km, ca. 180 m Anstieg und ca. 180 m Abstieg,  ca. 5 Stunden reine Gehzeit, plus Pausen

    Samstag, 26. Oktober 2019: Kurz und Gut: Lahnpark Rundweg

    Der Lahnpark-Rundweg umrundet die Heuchelheimer Aue und verbindet damit die Kommunen Gießen, Heuchelheim, Lahnau und Wetzlar.

    Die Auenbereiche zwischen Gießen und Wetzlar sind von herausragender ökologischer und mikroklimatischer Bedeutung. Der Erhalt und die Weiterentwicklung der Lahnaue als verbindenden Grünraum, aber auch die Lösung von Konflikten zwischen den unterschiedlichen Nutzer- und Interessengruppen sind die ausgewiesenen Ziele des Lahnparks. Die ornithologische Vielfalt der Heuchelheimer Aue gilt es dabei im Besonderen zu schützen. Der Lahnpark-Rundweg leistet im Sinne der Besucherlenkung zum Erhalt dieser Vielfalt und zum Schutze der sensiblen Brut- und Nistbereiche einen erheblichen Beitrag. Er macht aber auch die Heuchelheimer Aue und die heimische Naturwelt erleb- und erfahrbar. Das Naturerlebnis steht hierbei im Vordergrund. Aufgrund des Wegeverlaufs über gut ausgebaute Wirtschaftswege und die geringen Höhenunterschiede eignet sich der Lahnpark-Rundweg für alle BesucherInnen, die die Lahnaue gemütlich erkunden wollen.

    Wegstrecke: ca. 8 km, ca. 20 Höhenmeter Auf- und Abstieg auf der gesamten Strecke, ca. 2,5 Stunden Gehzeit

    Sonntag, 29. September 2019: Wo die Lahn am schönsten ist

    Dort, wo die Lahn am schönsten ist. Ich glaube, uns 49ontop’lern muss niemand erzählen, wie schön die Lahn ist. Und wir haben verdammt schöne Ecken im mittelhessischen Lahntal. Ich kenn‘ mich da aus, bin die Lahn schon hoch und runter gewandert. Doch diesmal möchte ich gerne mit Euch ein wenig Fremdgehen. Ins Nachbarland Rheinland-Pfalz. Warum? Weil ich den alten Lahnhöhenweg zwischen Diez und Obernhof für den mit Abstand schönsten Teil im Lahntal halte. In Balduinstein geht es mit der ersten Steigung los, es geht hoch zur Schaumburg. Von dort folgt ein Highlight dem anderen. Schattige Wälder, lichte Ausblicke und wildromantische Bachtäler. Wenn wir, und das ist bei uns 49ontop’lern ja eigentlich sicher, schönes Wetter haben, erleben wir das Lahntal von seiner allerschönsten Seite. Gegen Ende der Wanderung kommt ein letzter, starker Anstieg zur Brunnenburg. Von dort haben wir einen wunderbaren Blick auf die tief unter uns fließende Lahn. Einkehren werden wir in einem der vielen Weinlokale in Obernhof – Die Lahn gehört übrigens zum Weingebiet Rheinhessen. Wer schon mal vorab schauen möchte, findet hier meinen Track der Strecke: https://www.komoot.de/tour/70587766.

    Wegstrecke: ca. 17,4 km, ca. 5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 590 m Anstieg, 600 m Abstieg

    Sonntag, 25. August 2019: Postraubroute, verlängert

    Nach sechs zuvor gescheiterten Versuchen überfielen am 19. Mai 1822 acht arme Bauern und Tagelöhner aus Kombach die monatlich von Gladenbach nach Gießen fahrende Postkutsche. Der Überfall fand in der Subach, einem Hohlweg in der Nähe von Mornshausen statt. Die Beute betrug 10.466 Gulden. Der plötzliche Reichtum wurde den armen Bauern jedoch zum Verhängnis. Man überführte sie der Tat. Räuberhauptmann David Briel, dessen Idee der Postraub war, entzog sich seiner Verhaftung und dem Todesurteil durch Flucht nach Amerika. Ein zweiter Räuber soll nach Südafrika entkommen sein und dort “in Saus und Braus” gelebt haben. Zwei der Verhafteten begingen Selbstmord. Die anderen vier Posträuber starben am 7. Oktober 1824 in Gießen auf dem Schafott. 1971 setzte Volker Schlöndorff dem Postraub in der Subach mit dem Film: “Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach” ein Denkmal. Die Extratour Postraubroute führt den Wanderer vorbei an dem Originalschauplatz des Postraubes in der Subach. Bemerkenswert sind auch die Waldäcker „Weites Feld” und „Rodenhausen Nord“. Doch der Weg bietet noch viel mehr. Der Aussichtsturm auf der Erdhausener Koppe eröffnet dem Wanderer eindrucksvolle Ausblicke in das Salzbödetal. Vorbei an Erdhausen, über Weidenhausen führt uns der Weg zurück nach Mornshausen. Zur Einkehr lädt das Kornhaus mit Gaststube und Biergarten am Ende des Rundwanderweges ein.

    Wegstrecke: ca. 17,5 km, ca. 250 m Anstieg und ca. 250 m Abstieg,  ca. 4,5 Stunden reine Gehzeit, plus Pausen

    Samstag, 24. August 2019: Kurz und Gut: Postraubroute, verkürzt

    Die Postraubroute führt den Wanderer vorbei an dem Originalschauplatz des Postraubes am 19. Mai 1822 in der Subach. Doch der Weg bietet noch viel mehr. Der Aussichtsturm auf der Erdhausener Koppe eröffnet dem Wanderer eindrucksvolle Ausblicke in das Salzbödetal.

    Wegstrecke: ca. 8 km, ca. 200 Höhenmeter Auf- und Abstieg auf der gesamten Strecke, ca. 2,5 Stunden Gehzeit

    Sonntag, 30. Juni 2019: Juni Wanderung, Christenbergrunde bei Mellnau

    Die märchenhafte Route, ausgezeichnet als Wanderweg des Jahres 2004, verbindet die beiden kulturell bedeutenden Highlights des westlichen Burgwalds – die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Mellnau und den keltisch-fränkischen Christenberg. Abenteuerlich schöne, fast märchenhafte Waldlandschaften mit Teichen und Quellen, stille Moos- und Moortäler sowie spektakuläre Aussichtspunkte erwarten Sie auf diesem Weg. Die historisch bedeutsame Burg Mellnau, mit Blick bis nach Marburg,  lädt in der Kuckuckshütte zum Rasten ein. Die romanische Kirche mitten im Wald  auf dem sagenumwobenen Christenberg ist eine Besichtigung wert. Dort sind auch in einem alten Küsterhaus Ausgrabungsgegenstände aus keltischer und fränkischer Zeit ausgestellt. Durch den Maler Otto Ubbelohde erlangte das Küsterhaus als Hexenhäuschen im von ihm illustrierten Märchen Hänsel und Gretel Berühmtheit. Bei gutem Wetter ist der Ausblick vom 388 m hohen Bergsporn über das Wetschaftstal bis hin zum Sieger- und Sauerland garantiert..

    Wegstrecke: ca. 16,5 km, 370 m An, -Abstieg. Die Gehzeit beträgt ca. 4 Stunden.

    Einkehr

    Samstag, 29. Juni 2019: Juni Wanderung 1 Von Rosen in der Hölle und bösen Buben im Kloster

    Der launige Titel dieses Ausflugs verweist auf die Insassen der Justizvollzugsanstalt Rockenberg (Jugendstrafvollzug), die im Marienschloss, einem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster, untergebracht ist. Die Rockenberger Hölle dagegen ist seit 1994 ein Naturschutzgebiet auf einer ehemaligen Sandabbaufläche. Die benachbarten Klosterwiesen sind bereits seit 1983 Naturschutzgebiet. Unsere Wanderung führt weiter am Münzenberger Galgen vorbei; wenn man die Landstraße überquert hat, kommt man an eine mit großen Steinen begrenzte Streuobstwiese, es geht um die Ecke, der Eingang zum Münzenberger Galgen ist eine kleine Treppe, die man leicht übersieht. Weiter geht es zur Burg Münzenberg, dem Wetterauer Tintenfass, und dann zurück nach Rockenberg.

    Wegstrecke: 10 km, Gehzeit (ohne Pause): 2,5 Std. Höhenmeter ca. ↑ 92m  ↓ 92m

    Einkehr