Mittelhessen

Leitungsteam

Sonja und Jürgen Hartmann

Sonja und Jürgen Hartmann

Jürgen und Sonja Hartmann

 

 

 

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Hallo, liebe 49ontop’ler und Freunde in Mittelhessen,

hier findet Ihr das Wanderprogramm für die nächsten Monate. Wir haben für Euch wieder einige der schönsten Wanderungen in Mittelhessen zusammengestellt. Es wird Euch sicher gefallen.

Für alle Touren gilt:   ÄNDERUNGEN vorbehalten! Bitte festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung und Rucksackverpflegung! Anmeldeschluss Sonntag vor dem Wanderwochenende. Mindestteilnehmerzahl, wenn nicht anders angegeben, 5 Personen.

Unsere Veranstaltungen:

    Sonntag, 20. Dezember 2020: Jahresabschluss – Irgendwo rund um Gießen

    Wir werden einen kleine Rundgang unternehmen und dann gemeinsam den Jahresausklang mit Imbiss und dem Anlass entsprechenden Getränken begehen.
    Wegstrecke: ca. 8 – 10 km

    Sonntag, 29. November 2020: Lahnwanderung Tiefenbach – Selters – Löhnberg – Tiefenbach

    Ausgangsort für diese Wanderung ist Tiefenbach, im Tal des Lindebachs. Im Ort sind ein paar schmucke Fachwerkhäuser denkmalgeschützt. Die alte Schule ist von 1684, die evangelische Kirche (um 1300) fällt durch den wehrhaften Turm mit Schießscharten auf. Wir nehmen die Buchwaldstraße, kommen an einer Reiterei vorbei, durch die Felder.
    Mit Waldbegleitung überschreiten wir in der Höhe 300m und wieder abwärts kommen wir nach Löhnberg-Selters an die Lahn. „Selters“ sagt uns was und sogleich werden wir auch drauf gestoßen: Selterswasser. Das ist fast so was wie bei Tempo, das für Papiertaschentücher steht. So steht „Selters“ synonym für kohlesäurehaltiges Mineralwasser.
    Im Ort wandern wir am Friedhof, dem Gemeindehaus und der Kirche vorbei, gehen ein Stück mit und bei Beginn des Leinpfads über die Lahn. Nahe der ehemalige Mühle Löhnberg, passieren wir die Gleise der Lahntalbahn und biegen nach rechts in die Weilburger Straße ein. Linkerhand ist die Volkshalle von Löhnberg, wir sehen die evangelische Kirche (1738) und kommen zur Laneburg. 2000 wurde dort der „Schatz von der Laneburg“ gehoben, ein Münzfund.
    Die Laneburg ist eine ottonische Gründung der Linie der Nassauer und wurde auf dem Felssporn des Schletsberges zwischen 1321 und 1324 gebaut. Die Burg über der Lahn, an jener Stelle wo die Lahn aus dem Löhnberger Becken in ein enges Felsental tritt, dient Veranstaltungen.
    Durch Kleingärten und an einem Knotenpunkt von B49 und L3044, über den Kallenbach, kommen wir auf die Straße “Vor der Pfanne”, rechts verläuft die Bundesstraße. Die und anschließend die Lahntalbahn querend, gelangen wir an der Halle der Neuselters Mineralquelle vorbei. Wir sind nahe der Lahn und wandern durch die Aue. Linkerhand ist Biskirchen. Wenn wir erneut auf die B49 treffen, gehen wir mit ihr über die Lahn und schließen die Runde.
    Wegstrecke: ca. 16,5 km, ca. 300 m Auf- und Abstieg.
    Einkehr

    Samstag, 28. November 2020: Kurz und Gut: Rund um Braunfels-Tiefenbach

    Entlang der Lahn und über die Höhen des Taunus mit tollen Fernblicken führt diese Wanderung, mit Start und Ziel Tiefenbach bei Braunfels, über eine Länge von etwa 10 km.
    Vom Parkplatz an der Mehrzweckhalle in Tiefenbach im Oberer Hellweg wandert man zunächst ein kurzes Stück aufwärts durch Tiefenbach in westliche Richtung und weiter hinab ins Lahntal.
    Bereits wenige Meter nachdem der Ort verlassen wurde, hat man schon die ersten schönen Aussichten hinab ins Lahntal und auf die Höhen des Westerwaldes auf der gegenüberliegenden Lahnseite. Für einige Kilometer geht es nun in einigem Abstand zur Lahn fast eben weiter und das immer mit schönen Blicken über das Lahntal nach Norden.
    Am nördlichsten Punkt wird die Bundesstraße überquert und in südöstlicher Richtung wandert man dann aufwärts über freies Feld und, nach einem letzten Blick über das Lahntal, hinein in den Wald. Der höchste Punkt der Wanderung ist nun erreicht, und so führt der Weg dann immer leicht abwärts durch den Wald und vorbei an der stillgelegten Roteisensteingrube Maria.
    Über einen kurzen Schlenker südlich von Tiefenbach geht es nun nochmals leicht bergauf, mit Blick zum Feldberg, in Richtung Ortsrand von Tiefenbach und weiter durch den Ort zum Parkplatz.
    Wegstrecke: ca. 10 km, ca. 120 Höhenmeter auf der gesamten Strecke
    Einkehr

    Sonntag, 25. Oktober 2020 Panoramaweg Aartalsee

    Startpunkt der Wanderung ist das Wanderportal am Nordufer des Aartalsees. Der Stausee wurde 1991 aus Hochwasserschutzgründen in den Unterlauf der Aar gebaut, einem 20 km langen Zufluss der Dill, der bei Herborn-Burg mündet. Der 83 ha große Aartalsee wird von zwei Naturschutzgebieten flankiert, der Wacholderheide am Südufer und der so genannten Vorsperre, den Südzipfel des Sees. Hier sind zahlreiche seltene Vogelarten heimisch.
    Vom Aartalsee führt der Hochzeitsweg zunächst nach Niederweidbach, dem Sitz der Gemeinde Bischoffen. Hier steht die Marienkirche, die wahrscheinlich bereits um das Jahr 1300 als Wehrkapelle erbaut wurde. Ab 1498 wurde an den Wehrturm ein Kirchenschiff angebaut. Die neue Kirche wurde mit einem Altar ausgestattet, der von Hans Döring, einem Schüler von Lucas Cranach dem Älteren gefertigt wurde.
    Der Altar der Marienkirche besteht heute aus den zwei Flügeln, aus einem Schrein und aus den Statuen der Maria, des heiligen Jakobus und des heiligen Nikolaus. Die Restaurierung des Altars in den Jahren 2003 bis 2005 hat ergeben, dass alle Teile aus dem 16. Jahrhundert stammen, aber höchstwahrscheinlich erst in einem späteren Jahrhundert zusammengestellt wurden, vielleicht im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Einbau der ersten Orgel.
    Der Hochzeitswegs führt über das kleine Dorf Bischoffen-Roßbach hinaus in die Wälder des Lahn-Dill-Berglands und quert am Westhang des Alte Berge (451m) das Weidbachtal. Oberhalb des Bachlaufs verläuft der Hochzeitsweg weiter und passiert die Fichtenhöhe (356m), bevor er wieder den Aartalsee erreicht.
    Anschließen umrunden wir den Aartalsee fast vollständig, bevor wir wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.
    Wegstrecke: ca. 17 km, ca. 250 Höhenmeter auf der gesamten Strecke
    Einkehr

    Samstag, 24. Oktober 2020: Kurz und Gut: Sperrmauer Aartalsee – Runde von Hohenahr

    Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz, Am See in Niederweidbach, gehen dann am Ortsrand entlang. Nach dem Überqueren der Bundesstraße 255 erreichen wir die Fichtenhöhe (356m). Von da geht es absteigend zurück zum See, auf dessen Südseite wir zurück zum Ausgangspunkt wandern.
    Wegstrecke: ca. 8 km, ca. 100 Höhenmeter, Auf- und Ab

    Sonntag, 27. September 2020: Geotour Felsenmeer plus Schächerbachtour Homberg/Ohm

    Tolle Ausblicke, Geologische Besonderheiten und Naturdenkmäler prägen den abwechslungsreichen 6,6 km langen Rundwanderweg. Der Weg ist gut ausgeschildert und kann ohne Karte erwandert werden.

    Die Wanderung beginnt am Wanderportal in der Straße Zum Hohen Berg 19 in 35315 Homberg (Ohm). Hier informiert eine Informationstafel über die geologischen Sehenswürdigkeiten an der Wanderstrecke und über den früheren Vulkan Vogelsberg. Die Vulkanregion Vogelsberg stellt keinen großen Vulkan dar, sondern besteht aus vielen hundert Ausbruchstellen.   Sie erstreckt sich in Hessen über 2500 qkm zwischen Gießen, Lauterbach, Schlüchtern, Büdingen und Friedberg mit Ausläufern bis Frankfurt und Hanau. Die Hauptaktivitäten fanden vor 18 bis 15 Millionen Jahren statt, mit teilweise längeren Unterbrechungen. Es war das Zeitalter des Tertiär, in dem sich nach dem Aussterben der Dinosaurier die Säugetiere entfalteten. Der Vulkanismus im Vogelsberg wird mit der Kollision von Afrika und Europa in Zusammenhang gebracht.

    Insgesamt 11 weitere Informationstafeln informieren dann noch einmal vor Ort über die jeweiligen geologischen Besonderheiten. Aber nicht nur geologische Besonderheiten, sondern auch Naturdenkmäler und beeindruckende Ausblicke prägen den Rundwanderweg. Von der unbewaldeten Hochfläche des Hohen Berges kann man in alle Himmelsrichtungen weit schauen. Direkt vor dem Wanderer zieht das Ohmtal mit seinen Dörfern und der Amöneburg die Blicke auf sich, in der Ferne sieht man die Gipfel des Westerwaldes, des Rothaargebirges, des Kellerwaldes, des Knüllgebirges und des Vogelsberges. Lesesteinwälle mit dichten Hecken auf der Hochfläche sorgen für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.

    Sagenhaftes Schächerbachtal

    Natur pur. Schauplätze alter Geschichten und Sagen. Und dazu eine große Auswahl an ursprünglicher Gastronomie. All das finden Sie rund um den Premium-Wanderweg „Sagenhaftes Schächerbachtal“.
    Er ist ausgezeichnet und zertifiziert mit dem Deutschen Wandersiegel. Die Tour führt durch idyllische Natur zu Schauplätzen alter Geschichten und Sagen. Ein ständiger Wechsel der Landschaftsformen sowie zahlreiche naturbelassene Pfade durch Wald, Flur und Bachtäler lassen die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden

    Start- und Endpunkt des Rundwanderwegs ist der Stadthallenplatz, Stadthallenweg 12. Am Platz stehen zahlreiche Besucherparkplätze zur Verfügung. Im Untergeschoss der Stadthalle befinden sich öffentliche Toiletten. Im vorderen Bereich des Stadthallenplatzes steht eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge.

    Ebenfalls sind im hinteren Teil des Platzes fünf Wohnmobilstellplätze ausgezeichnet. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden.

    Wegstrecke: ca. 17 km, ca. 350 m Auf- und Abstieg

     

    Samstag, 26. September 2020: Kurz und Gut: Geotour Felsenmeer Homberg

    Tolle Ausblicke, Geologische Besonderheiten und Naturdenkmäler prägen den abwechslungsreichen 6,6 km langen Rundwanderweg. Der Weg ist gut ausgeschildert und kann ohne Karte erwandert werden.

    Die Wanderung beginnt am Wanderportal in der Straße Zum Hohen Berg 19 in 35315 Homberg (Ohm). Hier informiert eine Informationstafel über die geologischen Sehenswürdigkeiten an der Wanderstrecke und über den früheren Vulkan Vogelsberg. Die Vulkanregion Vogelsberg stellt keinen großen Vulkan dar, sondern besteht aus vielen hundert Ausbruchstellen.   Sie erstreckt sich in Hessen über 2500 qkm zwischen Gießen, Lauterbach, Schlüchtern, Büdingen und Friedberg mit Ausläufern bis Frankfurt und Hanau. Die Hauptaktivitäten fanden vor 18 bis 15 Millionen Jahren statt, mit teilweise längeren Unterbrechungen. Es war das Zeitalter des Tertiär, in dem sich nach dem Aussterben der Dinosaurier die Säugetiere entfalteten. Der Vulkanismus im Vogelsberg wird mit der Kollision von Afrika und Europa in Zusammenhang gebracht.

    Insgesamt 11 weitere Informationstafeln informieren dann noch einmal vor Ort über die jeweiligen geologischen Besonderheiten. Aber nicht nur geologische Besonderheiten, sondern auch Naturdenkmäler und beeindruckende Ausblicke prägen den Rundwanderweg. Von der unbewaldeten Hochfläche des Hohen Berges kann man in alle Himmelsrichtungen weit schauen. Direkt vor dem Wanderer zieht das Ohmtal mit seinen Dörfern und der Amöneburg die Blicke auf sich, in der Ferne sieht man die Gipfel des Westerwaldes, des Rothaargebirges, des Kellerwaldes, des Knüllgebirges und des Vogelsberges. Lesesteinwälle mit dichten Hecken auf der Hochfläche sorgen für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.

    Wegstrecke: ca. 6,6 km, ca. 150 m Auf- und Abstieg

    Sonntag, 30. August 2020: Guck ins Loch

    Wir starten unsere Wanderung in Neukirchen und gelangen überAltenkirchen und den Möttauer Weiher zu der Aussichtplattform am Steinbruch.

    Einen imposanten Blick auf einen noch im Betrieb befindlichen Steinbruch hat man von der Aussichtsplattform „Guck ins Loch“ aus,  die  die  Firma Jost auf ihrem Gelände im  Braunfelser Stadtteil Altenkirchen errichtet hat. Abgebaut wird dort Diabas, ein Gestein, das durch untermeerischen Vulkanismus vor rund 400 Millionen Jahren im Devon entstanden ist und wegen seiner oft grünlichen Färbung auch als Grünstein bekannt ist.

    Der Rückweg führt dann durch Wiesen, am Waldrand entlang nach Neukirchen

    Wegstrecke: ca. 16,5 km, ca. 300 m Auf- und Abstieg

    Samstag, 29. August 2020: Kurz und Gut: Möttau – Möttauer Weiher – Guck ins Loch – Möttau

    Eine Variante des Rundwanderwegs “Rund um Möttau” wie er auf der Karte am Wanderparkplatz “Möttauer Weiher” eingezeichnet ist. Die Tour führt nach Altenkirchen und zur dortigen Aussichtsplattform “Guck-ins-Loch”, folgt dann ein gutes Stück dem Wanderweg des Taunusklubs (Pfeil) und führt dann neben der Hessenstraße zurück nach Möttau.

    Wegstrecke: ca. 8 km, ca. 120 Höhenmeter auf der gesamten Strecke

    Sonntag, 26. Juli 2020 Erzweg Mitte, Mücke

    Fast hundert Jahre lang war die Landschaft im vorderen Vogelsberg, rund um Freienseen, Weickartshain, Lardenbach, Stockhausen, Ilsdorf, Merlau, Flensungen, Nieder-Ohmen, Atzenhain bis hin nach Burg-Gemünden, geprägt durch große Eisenerztagebaue. Kilometerlange Seilbahnen und Schlammleitungen durchzogen die Landschaft, große Erzaufbereitungsanlagen und Verladestationen an den Bahnhöfen verdeutlichten die Bedeutung dieses Industriebereichs für unsere Region. Bis in die späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war, neben Land- und Forstwirtschaft, der Bergbau eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Bevölkerung.

    Heute erinnern nur noch wenige Relikte, wie z.B. die eindrucksvolle Weickartshainer Eisenkaute, die Reste der Aufbereitungsanlage zwischen Merlau und Nieder-Ohmen (heute der Kunst-Turm-Mücke) und meist bewaldete Schlammteiche, an diese Zeit und sie läuft Gefahr in Vergessenheit zu geraten.

    Aus diesem Grund hat sich 2009 eine Gruppe regionalgeschichtlich interessierter Bürger dazu entschlossen, diese geschichtlich bedeutsame Epoche zu dokumentieren und in Form von Wanderwegen erfahrbar zu machen.

    Auf Informationstafeln werden die Ausdehnung und Lage der Bergwerke, die Abbau- und Aufbereitungstechniken, die Arbeitssituation und die gesellschaftlichen Bedingungen dieser Zeit beschrieben und somit für die Wanderer wieder nachvollziehbar.

    Wegstrecke: ca.18 km, ca. 4,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 100 m Anstieg, 100 m Abstieg

    Kosten: keine

    Samstag, 25. Juli 2020: Kurz und Gut: Erzweg Mitte, Mücke

    Fast hundert Jahre lang war die Landschaft im vorderen Vogelsberg, rund um Freienseen, Weickartshain, Lardenbach, Stockhausen, Ilsdorf, Merlau, Flensungen, Nieder-Ohmen, Atzenhain bis hin nach Burg-Gemünden, geprägt durch große Eisenerztagebaue. Kilometerlange Seilbahnen und Schlammleitungen durchzogen die Landschaft, große Erzaufbereitungsanlagen und Verladestationen an den Bahnhöfen verdeutlichten die Bedeutung dieses Industriebereichs für unsere Region. Bis in die späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war, neben Land- und Forstwirtschaft, der Bergbau eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Bevölkerung. Heute erinnern nur noch wenige Relikte, wie z.B. die eindrucksvolle Weickartshainer Eisenkaute, die Reste der Aufbereitungsanlage zwischen Merlau und Nieder-Ohmen (heute der Kunst-Turm-Mücke) und meist bewaldete Schlammteiche, an diese Zeit und sie läuft Gefahr in Vergessenheit zu geraten.

    Aus diesem Grund hat sich 2009 eine Gruppe regionalgeschichtlich interessierter Bürger dazu entschlossen, diese geschichtlich bedeutsame Epoche zu dokumentieren und in Form von Wanderwegen erfahrbar zu machen. Auf Informationstafeln werden die Ausdehnung und Lage der Bergwerke, die Abbau- und Aufbereitungstechniken, die Arbeitssituation und die gesellschaftlichen Bedingungen dieser Zeit beschrieben und somit für die Wanderer wieder nachvollziehbar.

    Wegstrecke: ca. 10 km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen, 70 m Anstieg, 70 m Abstieg

    Kosten: keine

    Sonntag, 28. Juni 2020: Schloss Rauischholzhausen – Parkrunde von Ebsdorfergrund

    Ortschaften mit dem Namen Holzhausen gibt es viele in Deutschland. Deshalb fiel 1934 die Entscheidung, das Holzhausen im Ebsdorfergrund in Rauischholzhausen umzubenennen – nach der Familie Rau, die über Jahrhundert die Grundherrschaft ausübte. Mit diesem einzigartigen Ortsnamen verbunden ist heute auch ein einzigartiges Stück Kultur: der Schlosspark Rauischholzhausen, der zu den bedeutendsten historischen Gartenanlagen Hessens zählt und der 2009 in das European Garden Heritage Network aufgenommen worden ist.

    Der früher einmal 100 ha große Landschaftspark wurde ab 1873 zusammen mit dem Schloss, das damals auf den Namen Neu-Potsdam hörte, angelegt. Kein Geringerer als der Frankfurter Gartenarchitekt Franz Heinrich Siesmayer erhielt den Auftrag zur Gestaltung. Er hatte zuvor schon erfolgreich den Frankfurter Palmengarten und den Kurpark in Bad Nauheim angelegt.

    In der vier Jahre dauernden Bauzeit, wurden über 28.000 Bäume gepflanzt. Prägende Elemente des Englischen Gartens sind architektonischer und ornamentaler Art: Terrassen, Fontänen, Alleen, Blumenbeete – es wurde an nichts gespart.

    Oberhalb der Schlossteichs entstand dann im prächtigen Landschaftsgarten das neue Schloss, dessen Errichtung 1908 abgeschlossen war. Das Zusammenspiel von massiver Bauweise und Fachwerk und die Einbettung in die Parkanlage machen Schloss und Park Rauischholzhausen zu einem bedeutenden Gesamtkunstwerk des Historismus.

    Im Winter 1939-40 wurden viele der Bäume durch mächtige Stürme umgerissen, so dass sich im Folgejahr die Industriellenfamilie Stumm von dem Besitz trennte. Schloss und der heute noch 30 ha große Park Rauischholzhausen kam 1945 in den Besitz des Landes Hessen und wurde später der Justus-Liebig-Universität in Gießen zur Nutzung überlassen.

    Ältere Zeugen der Geschichte findet man am Rauischholzhausener Ortsrand. Hier erkennt man noch Reste der mittelalterlichen Siedlung Breydenborn. Erwähnenswert ist in Rauischholzhausen auch der alte jüdische Friedhof, der etwas außerhalb des Dorfes liegt. Auf dem Friedhof wurden im 19. und 20. Jahrhundert Angehörige der umliegenden jüdischen Gemeinden beigesetzt.

    Eine Einkehr ist geplant.

    Wegstrecke: ca. 19 km, ca. 300 m Auf- und Abstieg

    Samstag, 27. Juni 2020: Kurz und Gut: Durch den Wald bei Rauischholzhausen über die Wittelsberger Warte

    Wir verlassen Rauischholzhausen über die Alte Poststraße und schwenken nicht weit hinter dem Friedhof an einer großen Scheune links in die Wiesen hinauf. Der Feldweg führt schnell in das gepflegte Wittelsberg mit seiner auf einer Kuppel gelegenen Warte, einem Rundturm aus dem 15. Jahrhundert. 1844 wurde unmittelbar neben der Warte eine evangelische Kirche im klassizistischen Stil errichtet. Man wandert die Kuppel wieder hinab und gelangt in den Wald mit seiner Erhebung Hainchen (305 m). Auf einem breiten Forstweg stößt man tiefer in den Wald bis zum Senberg (383 m), wo auch der Weg eine Kehre macht und über den Mühlberg (371 m) zurück nach Rauischholzhausen führt. Dort lohnt sich noch ein Spaziergang durch den Schlosspark mit seinem von 1871-76 errichteten Schloss, welches heute von der Justus-Liebig-Universität von Gießen verwaltet wird.

    Eine Einkehr ist geplant.

    Wegstrecke: ca. 10 km, ca. 200 m Auf- und Abstieg

    Sonntag, 24. Mai 2020: Guck ins Loch

    Wir starten unsere Wanderung in Neukirchen und gelangen über Altenkirchen und den Möttauer Weiher zu der Aussichtplattform am Steinbruch.

    Einen imposanten Blick auf einen noch im Betrieb befindlichen Steinbruch hat man von der Aussichtsplattform „Guck ins Loch“ aus, die die  Firma Jost auf ihrem Gelände im Braunfelser Stadtteil Altenkirchen errichtet hat. Abgebaut wird dort Diabas, ein Gestein, das durch untermeerischen Vulkanismus vor rund 400 Millionen Jahren im Devon entstanden ist und wegen seiner oft grünlichen Färbung auch als Grünstein bekannt ist.

    Der Rückweg führt dann durch Wiesen, am Waldrand entlang nach Niederweidbach wo wir einkehren.

    Wegstrecke: ca. 16,5 km, ca. 300 m Auf- und Abstieg